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Eurostar Nachrichten
News von Bautzen
Hallo Heinz,
da gibt es aber doch ein oder zwei Fragen.
Die Schweizer haben das erste Flugzeug (den Totalschaden) untersucht und festgestellt, dass das fragliche Material falsch war. Danach haben sie eine andere Maschine untersucht, bei der das gleiche fragliche Material falsch war. Wenn ihr wollt, kann ich morgen mal die Wahrscheinlichkeitsrechnung bemühen, aber das zeigt, das wahrscheinlich viele Maschinen mit diesem Material gebaut wurden.
Darüber hinaus halten sich sowohl Evektor als auch Peter Kuhn mit Aussagen zum verwendeten Prüfverfahren bedeckt. Es wäre doch einfach, das Verfahren zu benennnen. Warum tun sie es nicht? Da Peter Kuhn diese Nachricht sowieso bekommt, frage ich ihn direkt. Peter, warum schreibst Du keine wirklichen Informationen, sondern nur allgemeines Gerede? Das ihr euch Mühe gebt, das Problem zu lösen, ist eh klar. Details bitte!
Außerdem widerspricht sich da die Schweizer Flugunfalluntersuchung und Evektor total. Die Schweizer schreiben:
> Die Konstruktion der Flügelaufhängung erfüllte die Festigkeitsanforderung der deutschen Vorschrift LTF-UL nicht.
Geht es deutlicher? Wir können davon ausgehen, das die Schweizer im Gegensatz zu Evektor keine wirtschaftlichen Interessen an einer solchen Feststellung haben, oder? Und bitte beachten: Hier ist die Rede von der Konstruktion, nicht von fehlerhaftem Material! Zumindest ich (und wie ich weiß, eine Reihe anderer auch) habe den Eurostar gekauft, weil er das Image eines stabilen und zuverlässigen Flugzeugs hatte.
Weiter:
> Das Bundesamt für Zivilluftfahrt sollte bei der zuständigen Stelle (Deutsches
Luftfahrt-Bundesamt – LBA)
> beantragen, dass die Bauvorschriften LTF-UL und die Zulassungsprozesse
> überprüft und, wo notwendig, angepasst werden.
Das wird anscheinend ignoriert. Man tut so, als wisse man dies einfach besser. Nun, ich weiß es auch nicht besser, finde aber, er wäre gt, man würde zeigen, das man dies ernst nimmt. Einfach zu sagen, wir rechnen anders und haben damit recht, ist zwar nett. Aber Flügelgurte können
nicht rechnen, sondern brechen.
Nach wie vor denke ich, dass das Entscheidende hier ist, dass aufgrund fehlerhafter Arbeit von Evektor und seinen Lieferanten Menschen ums Leben gekommen sind. Damit sollten alle sehr vorsichtig umgehen.
Vielleicht hat Heinz Recht und wir sollten direkt mit Evektor reden.
Mein Englisch ist jedenfalls gut genug :-)
Schöne Grüße, Micha
Aktualisiert (Samstag, den 06. Februar 2010 um 23:11 Uhr)
